Gerhard Vowe zum „Digital Citizen“

Unser Mitautor Gerhard Vowe hat auf dem Portal des Bundesforschungsministeriums (BMBF) zum Wissenschaftsjahr 2014 („Digitale Gesellschaft“) einen Beitrag zur Entwicklung einer digitalen Bürgerschaft geschrieben. Er geht dabei insbesondere auf unsere Befunde zum demographischen Wandel in Deutschland und der Entwicklung neuer Typen von politisch Handelnden ein, die wir im Buch noch „Bequeme Moderne“ genannt haben. Diese Befunde sind ausführlicher auch Thema im Buch von Angelika Füting, das wir hier auch schon vorgestellt haben.

Neues Buch aus dem Projekt

Soeben ist ein neues Buch erschienen, das auf den Daten von „Bürger online“ basiert und einen Teilaspekt daraus noch einmal wesentlich intensiver aufarbeitet. Es handelt sich um die Dissertation von Angelika Füting, die in „Bürger online“ bereits ein Kapitel beigesteuert hatte. Angelika Füting ist Referentin bei der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM). In ihrem Buch mit dem Titel „Politische Kommunikation in Deutschland: Eine typologische Längsschnittanalyse individueller politischer Kommunikation“ untersucht sie mit einem explorativen Vorgehen sehr detailliert, wie sich komplexe Muster politischer Kommunikation in Deutschland zu Beginn dieses Jahrhunderts mit der Digitalisierung z.T. neu gebildet haben und auch wie stabil bzw. veränderlich diese Muster im Zeitverlauf sind. Das Buch ist im Vistas-Verlag in der TLM-Schriftenreihe (Band 24) erschienen.

Rezension von Tobias Escher in „Technikfolgenabschätzung“

Für das am Karlsruher Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse herausgegebene Journal „Technikfolgenabschätzung – Theorie und Praxis“ hat Tobias Escher von der Universität Düsseldorf eine Rezension zu unserem Buch angefertigt. Auch sie ist sehr ausführlich und gibt einen guten Überblick über die zentralen Fragen und Befunde unserer Forschung. Wichtig ist vor allem sein Hinweis, dass die Daten selbstverständlich auch für Sekundäranalysen durch andere Wissenschaftler zur Verfügung stehen; Tobias Escher hat für seine (demnächst erscheinende) Dissertation selbst Daten aus unserem Projekt analysiert.

„Vogel- und Wurmperspektive“: Interview mit Gerhard Vowe auf E-Demokratie.org

Nach seinem Vortrag auf der Tagung „Internet & Partizipation“ am 1.12.2012 in Hamburg hat Gerhard Vowe Christian Heise für das Portal E-Demokratie.org ein Interview über Anlage und Ergebnisse unserer Forschung gegeben, das hier nachzulesen ist.

Gerhard Vowe und Jens Wolling im Mainzer Landtag

Auf Einladung der Enquete-Kommission „Aktive Bürgerbeteiligung für eine stärkere Demokratie“ des Landtags von Rheinland-Pfalz haben unsere beiden Autoren Gerhard Vowe und Jens Wolling in der Sitzung vom 14.09. zu unseren Forschungsergebnissen Auskunft gegeben. Ihre Stellungnahmen kann man in der Sitzungsaufzeichnung im Webangebot der Enquete-Kommission ansehen: Jens Wolling ab 46:50, Gehard Vowe ab 116:40.

Enquete-Kommission Bürgerbeteiligung

G. Vowe (2.v.l) und J. Wolling (2.v.r.) in Mainz

Rezension in „MEDIENwissenschaft“

Hans-Dieter Kübler aus Hamburg bespricht unser Buch in der aktuellen Ausgabe der MEDIENwissenschaft (3/2012). Auch seine Rezension ist sehr ausführlich und kenntnisreich (und fällt sehr positiv aus ;-)), wobei für uns zusätzlich erfreulich und wichtig ist, dass sie aus Perspektive eines angrenzenden Fachs erfolgt, denn Hans-Dieter Kübler ist Medienwissenschaftler an der HAW Hamburg.

Aus seiner Besprechung von Vorgehen und Befunden spricht eine intensive Auseinandersetzung mit dem Buch, der Rezensent lobt darin sowohl das breit und langfristig angelegte Design, durch das die Untersuchung „schon jetzt das Prädikat ‚einmalig‘ oder auch ‚historisch‘ beanspruchen“ könne, wie auch die gleichzeitig sorgfältige Diskussion aller relevanten Theorie- und Methodenaspekte. Dass er dabei auch einige kritische Anmerkungen hat – etwa den Hinweis, dass zur Prüfung der Kausalhypothesen noch weitere Untersuchungen sinnvoll wären oder seine Skepsis hinsichtlich der Benennung der politischen Kommunikationstypen – halten wir für einen durchaus positiven Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion um die Befunde unserer Forschung.

(Falls unsere Leser übrigens Ideen haben, wie die online-affinen „Bequemen Modernen“ vielleicht besser benannt werden sollten, können sie sie gerne als Kommentare hier posten!)

„Klare Denke, klarer Duktus, fette Daten“ – Lutz Hagens Rezension in „Publizistik“

In der gerade erschienenen September-Ausgabe der Fachzeitschrift „Publizistik“ ist eine weitere Rezension unseres Buches erschienen (als PDF auf der Website der Zeitschrift herunterzuladen), über die wir uns aus mehreren Gründen sehr freuen:

So hat sich der Dresdner Fachkollege Lutz Hagen sehr intensiv und aus klarer kommunikationswissenschaftlicher Perspektive mit unserer Forschung auseinandergesetzt und beschäftigt sich in seiner Besprechung nicht nur mit den gesellschaftsrelevanten Befunden, sondern er geht im Rahmen des Möglichen sehr detailliert auf die kommunikationstheoretische und auch die methodische Dimension unserer Analysen ein.

Gefallen hat uns dabei besonders, dass unser ökonomisches Erklärungsmodell der Mediennutzung auf Interesse gestoßen ist – es durchzieht die Forschung im Rahmen unseres Projekts seit Anfang an, ist aber eher selten explizit diskutiert worden. Dass es hier theoretisch und methodisch sehr fundiert geschieht, liegt vermutlich zum Teil am wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund des Rezensenten und ist, vor allem in seinen weiterführenden Interpretationsvorschlägen, auch für uns ausgesprochen anregend.

Und schließlich bestätigt die Rezension erneut unsere Entscheidung, das Buch in Gliederung und Ausdrucksform so anzulegen, dass es nicht nur für Fachleute, sondern auch für Praktiker aus Bildung, Journalismus und Politik und natürlich alle anderen interessierten Leser zugänglich ist.